Enduro DM Finale 2007 in Zschopau, am 13.10.2007
November 3rd, 2007Deutsche Enduro Meisterschaft Kommentare deaktiviertDas Enduro Team von KTM Deutschland, unter der Führung von Bert v. Zitzewitz, trat am 13.10.2007 zum neunten und letzten Lauf zur Enduro DM in Zschopau an. Ebenfalls am Start einige Fahrer des KTM Enduro WM Teams:
Deutschlands schwerste Fahrt. Der Enduro-Lauf in Zschopau steht für anspruchsvolles Gelände und schwierige Auffahrten. Und auch dieses Jahr bescheinigten die Fahrer den Streckenbauern wieder höchstes Niveau auf dem über 80 km langen Rundkurs, der dreimal durchfahren wurde. Je drei Sonderprüfungen pro Runde und knappe Zeiten auf der Strecke sorgte für ein Niveau wie bei einem Weltmeisterschaftslauf. Dazu ein repräsentativer Start auf dem Marktplatz mitten in Zschopau und über 15.000 Zuschauer am Streckenrand und in den Tests.
Klasse E1: Arne Domeyer spielt Erfahrung aus!
Den verletzten Meister Mike Hartmann, ersetzte Arne Domeyer im Team BvZ-KTM Racing problemlos: auf dem anspruchsvollen Terrain konnte der Norddeutsche, der eigentlich ein Sandspezialist ist, seine Erfahrung ausspielen und eine konstante Leistung über den Tag erbringen. Das brachte ihn vor Teamkollegen und DMSB-Junior Andreas Beier, der nach eigenem Eingeständnis „die erste Runde zu zögerlich angegangen war, aber ich wollte auch auf dem rutschigen und feuchten Untergrund keinen Sturz riskieren.“
Klasse E2: Juha Salminen wird Gesamtsieger!
Der siebenfache Enduro-Weltmeister holte sich auch bei diesem Klassiker den Gesamtsieg aller Klassen. Aber der Deutsche Enduro-Champion Marcus Kehr machte es dem Finnen nicht einfach: Gleich in drei Sonderprüfungen war Kehr schneller als der Weltmeister und am Ende nur 19 Sekunden dahinter. Damit holte sich der Team BvZ-KTM-Racing-Fahrer den zweiten Platz in der Gesamtwertung und in der E2-Klasse. Teamkollege und DMSB-Junior Kai-Arne Petruck verlor auf der schweren Strecke zuviel Kraft: „Die steilen Auffahrten, gespickt mit Wurzeln und Felsplatten haben mich fertig gemacht, solche Strecken bin ich nicht gewohnt. Dann fehlte die Kraft in der Sonderprüfung.“ Allerdings kassierte er keine Zeitstrafen auf der Strecke, weshalb er am Ende noch auf den elften Tagesrang kam.
Klasse E3: Klassensieg für Vize-Weltmeister Marko Tarkkala
Vize-Weltmeister Marko Tarkkala, holte sich den Tagessieg auf einem für ihn ungewohnten Motorrad: „Die gesamte Saison sind wir das 2007er Modell gefahren. Jetzt probiere ich zum ersten Mal im Wettbewerb die neue 2008er aus und muss mich erst noch daran gewöhnen.“ Noch aufsehenerregender war aber der Start von Rudi Pöschl auf der neuen KTM 690 Enduro: Dieses Motorrad, was gerade einmal 14 Tage zuvor bei der Messe im Paris der Weltöffentlichkeit vorgestellt worden war, erlebte seinen ersten Einsatz gleich bei diesem harten Wettbewerb: Erstaunlich, obwohl überhaupt nicht als reines Wettbewerbsmotorrad konzipiert, sondern als alltagstaugliche Allround-Maschine, fuhr Pöschl spontan auf einen elften Tagesrang. Alles, ohne dass er vorher damit hätte trainieren können, oder dass besondere technische Änderungen für die Anforderungen des Sportes gemacht worden wären.
DMSB-Junior aus dem Team BvZ-KTM-Racing, Steven Nickolai, kassierte auf der Strecke Zeitstrafpunkte: „Ausgerechnet am Teufelshang stürzte ein Fahrer auf mich drauf, den ich gerade überholen wollte. Da lag ich dann unter meinem Motorrad und es dauerte dann ewig, bis ich letztlich den Berg hoch kam. Da die Etappe ohnehin sehr knapp war, warf mich das auf den zehnten Platz zurück.“
Verletzungsbedingt konnten die beiden frisch gebackenen Deutschen Enduro-Meister
der Klasse E1 und E3 nicht an den Start gehen: KTM wünscht seinen Fahrern Mike
Hartmann (E1) und Marco Straubel (E3) gute Besserung!
KTM gewinnt alle Klassen!
Eine höchst erfreuliche Randnotiz für KTM: In allen Klassen, von den Profis bis zu den
Amateuren, von den Senioren bis zu den Damen – überall stand KTM ganz oben auf
dem Siegertreppchen!



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